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In Oldenburg kocht man Hobbits

Ein weiter Weg lag hinter uns, als wir schließlich nach mehrstündiger Zugfahrt den oldenburger Bahnhof betraten. Unsere ortsansässigen Kontakthobbits hatten uns bereits eine Wegbeschreibung geschickt, die uns riet, die Kutsche 314 zu wählen. Trotzdem verging noch einige Zeit, ehe wir den richtigen Abfahrtsort oder auch nur die ortstypisch alphabetisch differenzierte Richtung zu finden. Doch der freundliche Kutscher half uns, unseren rechten Weg zu finden. Die Reise zur Bestimmungshobbithöhle am Dachsbau verlief auf unbekannten Wegen und gestaltete sich eng, denn hamburger Turnierspieler befanden sich ebenfalls zu Hauf in unserem Gefährt. Glücklicherweise hatten diese aber die Turnierwise am Marschweg zum Ziel, sodass wir zum Ende fast allein waren.

Bree am Audi... und darunter Schließlich standen wir vor der Höhle und Lorwen der Handelsgilde zu Lipsalonde winkte uns zur Begrüßung. Nach eben dieser und dem Kennenlernen neuer Gesichter war es schon Zeit für einen etwas verfrühten Fünf-Uhr-Tee, ehe sich die versammelte Hobbitschaft auf einen Verdauungsspaziergang begab. Bereits einige Hobbitfuß weiter trafen wir auf eine Privatkutsche, die nur die des Bürgermeisters von Bree sein konnte (vgl. Skizze). Doch wie zu erwarten war, dauerte es nicht lange und es geschah: Die Hobbits bekamen Hunger,  eilten in die (vorübergehend) heimische Höhle und heizten die Küche vor.

Etwas später schnippelten, schälten und putzten wir schon Tüften, Pilze, Mohrrüben, Radieschen und anderes Gemüse, das dann zusammen mit Hühnchen, einer vorzüglichen Honigkruste und Salat einen Hobbitschmaus bilden sollte, der seinen Platz in den besten Kochbüchern des Auenlandes verdient hätte. Doch bevor wir diesen verspeisten, ließen wir uns die Backzeit von vorzüglicher Harfen- und Flötenmusik versüßen, die jegliche Zwergen- und sogar Elfenlieder in den Schatten stellte. So gestärkt begaben wir uns nach der musikalischen auf die kulinarische Genussreise. Doch was ein echter Hobbit ist, der begnügt sich nicht mit einem Hauptmahl.

Und so ging es nach einer mittelalterlichen Tanzstunde in Hobbitart, während der wir auch unsere sozialen Adern fördern konnten, wieder schleunigst zurück in den Speisesaal, wo uns herrliche Rote Grütze mit Vanilleeis erwartete. So zufriedengestellt diskutierten und philosophierten wir bis in die sehr frühen Morgenstunden – selbstverständlich nicht, ohne noch ein zu knabberndes Nachtmahl und einen selbstgebrannten Likör zu uns zu nehmen. Gefüllt bis zum Rand erklommen wir Hobbits dann ganz experimentell einmal höhere Etagen und erklärten sie zu unserer Schlafstatt.

Viel zu früh am nächsten Morgen knurrten natürlich schon wieder unsere Hobbitmägen und wir füllten sie mit belegten Brötchen, Eiern und Marmelade: ein erstes Frühstück, wie es sich ein Hobbit nur wünschen kann. Doch die Reisemöglichkeiten für Nord-Ost-Wandernde sind leider beschränkt und so mussten wir schon bald wieder mit der Privatkutsche von Lorwens Hof zum Bahnhof zurückgebracht werden. Nach langer Verabschiedung bestiegen wir dann auch wieder unseren Zug, der uns in genau 4:44 Stunden zurück nach Lipsalonde brachte – und uns damit sogar genug Zeit für einen (verspäteten, doch unbedingt notwendigen) 11-Uhr-Imbiss ließ.

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