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Von Dösköppen und Halbalbernen

Am Sonntag fand im Pub Noels Ballroom in Leipzig eine Autorenlesung von Der Herr der Ohrringe statt. Das Nichtraucherzimmer war gegen 17 Uhr gut gefüllt, der ein oder andere Nachkömmling gedachte noch anzureisen, doch es war auch an der Zeit anzufangen.

Also erhob sich die selbst beohrringte Leiterin des Leipziger Tolkienstammtisches, welche die Lesung initiierte, und stellte den Ohrringmeister Myk Jung vor, der sich später verteidigent als bloßen Übersetzer des Blauen Buches betitelt. Er stellte dabei heraus, dass es teilweise gravierende Abweichungen zu den Texten des Roten Buchs der Westmark gibt, doch hält er die Manuskripte aus der Bibliothek von Aytyanara für authentisch. Also sollen auch uns diese Geschichten nicht vorenthalten werden.

Die Erzählung (und somit auch ebensolche von Myk) beginnt im Turm in Murderor, wo der Herrscher Saurum eines Tages feststellt, dass er seinen Ohrring verloren hat. Ihm wird vors Auge gehalten, dass dieser doch von Elendstils Erben genommen wurde und dass dies schon über ein Zeitalter her sei. Die Zeit verann und nach über einer Stunde las Myk Jung die letzten Worte seiner „Übersetzung“ und gab einen kleinen Einblick auf weitere Manuskripte, die er in den nächsten Jahren so sammeln, übersetzen und eben auch publizieren möchte.

Mit dem Herrn der Ohrringe veröffentlichte Myk Jung bereits 2001 die erste deutsche Parodie auf den Herrn der Ringe. Nun hat er die – zugegeben recht trashige – Erstfassung überarbeitet und erweitert. Das Taschenbuch ist seit dem 15. März auf dem Büchermarkt für 16,90 Euro erhältlich.

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